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23 neue Stipendien vergeben

Pergame Plus, Bénin, 2017 (© Brühl Stiftung)
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Uganda Reisebericht: Teil 5 - unterwegs in Kampala

Verkehr in Kampala, Uganda (© Brühl Stiftung)
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Uganda Reisebericht: Teil 4 - im Somero Center

Somero Gradnation-Feier, Dezember 2017, Uganda (© Somero + Brühl Stiftung)
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Uganda Reisebericht: Teil 3 - Arbeiten im Slum

Somero Center, Uganda (© Somero + Brühl Stiftung)
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Überfahrt über den Nil (© Brühl Stiftung)
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Mein schönstes Weihnachtsgeschenk

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Racine de l'Avenir - Wurzel der Zukunft

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Letztes Schuljahr Praktikant – dieses Schuljahr Lehrer

Pergame Plus (© Brühl Stiftung, 2017)
Pergame Plus (© Brühl Stiftung, 2017)

Unser ehemaliger Praktikant, Herrn Kouyiétounidoma N'Koue, ist seit letztem Montag regulärer Deutsch-Lehrer an unserer Partnerschule Pergame Plus.

 

Mit der Frage „Gabrielle, wir wollen Deutsch lernen. Wie geht das?“ fing alles an. Als mein Sohn und ich Anfang 2013 der Schule Pergame Plus zum ersten Mal besuchten, kamen gleich mehrere Schülerinnen und Schüler auf uns zu und stellten Fragen in der Art. Lehrer und Eltern gesellten sich dazu. Wir waren recht verwundert und waren skeptisch, wie weit das Interesse tatsächlich ginge.

Wir staunten nicht schlecht, als unsere Recherche ergab, dass es Deutsch-Unterricht an Schulen in Bénin nicht gerade selten gibt, zumindest im Süden des Landes. Besonders gute Schulen legen Wert nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Spanisch und Deutsch. Auch außerhalb findet man den ein oder anderen Deutsch-Club.

 

Gemeinsam mit der DAAD Lektorin in Bénin, der Universität Abomey-Calavi und dem Direktor unserer Partnerschule Pergame Plus organisierten wir ein Praktikumsprojekt. Der erste Deutsch-Unterricht startete mit Schuljahresbeginn im September 2013.

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Bénin: neues Schuljahr - neue Schule

Racine de l'Avenir: neue Partnerschule der Brühl Stiftung in Bénin (Westafrika)
Complèxe Scolaire Racine de l'Avenir (Bénin), © Brühl Stiftung
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Bénin 2017 - Reisebericht - Teil 1

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Abschlussfeier in Guatemala

An der Grundschule Nuestro Futuro wurde kräftig gefeiert...

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Neues Schuljahr, neues Spiel!

Mit dem neuen Schuljahr in Bénin (Westafrika) geht auch unser Deutsch-Kurs in die nächste Runde. Wir begrüßen Kouyiétounidoma N'Koue und Abdou Latif Ataligbo ganz herzlich an unserer Partnerschule PERGAME PLUS. Die beiden jungen Männer unterrichten die Schülerinnen und Schüler in Deutsch im Rahmen ihres einjährigen Lehrpraktikums.

Beide bringen bereits erste Lehrerfahrungen mit, die sie neben ihrem Studium an der Université Abomey-Calavi erlangt haben.

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Geschafft!

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Unsere Praktikanten in Bénin: Wo sind sie geblieben?

Praktikantenprogramm in Bénin (Brühl Stiftung)
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Ferien in Bénin (Westafrika)

Justin im Waisenhaus in Lobogo (© Brühl Stiftung, 2016)
Justin im Waisenhaus in Lobogo (© Brühl Stiftung, 2016)

Kinder, wie die Zeit vergeht:

 

Nun ist es schon 2 Jahre her, dass unsere zwei Partnerkinder und ihre zwei Freunde das Waisenhaus in Lobogo, Bénin (Westafrika), verlassen haben und ein Gymnasium in Abomey-Calavi besuchen.

 

Alle vier haben sich prächtig entwickelt. Sosthène hat nur noch ein Jahr zum Abitur, Justin hat letztes Jahr die Mittlere Reife bestanden, Gérard hat vor ein paar Tagen erfahren, dass er auch die mittlere Reife erlangt hat und Justine, die noch ein wenig hinterher hinkt und das letzte Schuljahr wiederholt hat, hat inzwischen der Ehrgeiz gepackt: Sie lernt, was das Zeug hält. Die Nachhilfestunden tragen das ihre dazu bei.

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Schulausflug in Bénin

Temple des Pythons, Ouidah, 2016 (© Pergame Plus)
Temple des Pythons, Ouidah, 2016 (© Pergame Plus)

Die einen schwitzen im Prüfungsstress der Mittleren Reife. Die anderen vergnügen sich bei einem Schulausflug.

 

Vorgestern fuhren große und kleine Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule PERGAME PLUS nach Ouidah. Oudiah ist ca. 26 km von Cotonou entfernt, der Weg führt malerisch am Atlantik entlang. Und wenn nicht gerade Regenzeit ist, dann erreicht man das Städtchen auch in ungefähr einer Stunde.

 

Ouidah zählte bereits zu den wichtigsten Hochburgen des Sklavenhandels, als sich ab Ende des 17. Jahrhunderts nach und nach die Europäer dort festsetzten. Sie profitierten von gut ausgebauten Handelswegen und perfektionierten den Sklavenhandel in großem Stil. Vom ehemaligen Sklavenmarkt im Zentrum Ouidahs führt die sogenannte Sklavenroute bis zum Strand, von wo aus die Sklaven nach Übersee verschifft wurden. Die Straße säumen zahlreiche Statuen und Gedenksteinen, die den schrecklichen und menschenverachtenden Fußweg der in Ketten gelegten Sklaven symbolisieren. Die schöne grüne Landschaft drum herum kann man angesichts dieser Geschichte kaum wahrnehmen. Am Ende der Route wird man

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Teil 2 - Erlebnisse unserer deutschen Praktikantin in Bénin (Westafrika)

Pergame Plus 2016 (Bénin); © Julia Appel
Pergame Plus 2016 (Bénin); © Julia Appel

 

Eindrücke aus der Schule PERGAME PLUS in Bénin (Westafrika) - Fortsetzung

 

von Julia Appel, die nun bald ihr Praktikum an unserer Partnerschule in Abomey-Calavi beendet:

 

 

 

"Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Schon seit über zwei Monaten bin ich nun hier in Bénin und der Unterricht an der Schule Pergame Plus ist für mich inzwischen zum Alltag geworden. Die Schüler begrüßen mich jedes Mal freudig und auch die Zusammenarbeit mit den beninischen Studenten Salomon und Martin, die an der Schule für die Schüler der Oberschule* Deutsch in unterrichten, klappt sehr gut.

Vor und nach dem Unterricht machen wir jeweils eine kleine Besprechung, in der wir planen und rekapitulieren. Meistens teilen wir uns die Unterrichtszeit gut auf: Martin oder Salomon halten eine Stunde, in der sie Einheiten aus dem Lehrbuch durchnehmen, aber oft auch Grammatik, korrekte Aussprache oder Texte. Anschließend übernehme ich die Klasse für einen „kreativen Teil“. Eigentlich wollte ich einen kreativen Workshop am Nachmittag anbieten, aber es ist kompliziert für manche Schüler, so lange zu bleiben oder am Nachmittag wieder zu kommen. Nach einigem Hin und Her haben wir es also dabei belassen, den Unterricht dadurch aufzulockern, dass jeweils eine kreative Einheit am Vormittag integriert wird. So können auch alle Schüler daran teilhaben. Und beim Stichwort „Wenn ihr fertig geschrieben habt, dann können wir etwas spielen“, leuchten alle Augen sofort auf und die Stifte fliegen nur noch über das Papier.

 

Letzten Mittwoch spielten wir gemeinsam eine Runde „Tabu“. Alleine oder im Team mimten, spielten und gestikulierten die Schüler einen gesuchten Begriff, während die Klasse begeistert auf Deutsch und Französisch Wörter erriet. Mithilfe der erratenen Begriffe bildeten wir dann einige Assoziationsketten. Die Schüler sollten alles aufschreiben oder aufmalen, was ihnen zum Thema „Schule“, „Zuhause“, „Spielen“, „Hobbies“ und anderen Wortfeldern einfiel.

 

Nach dem Unterricht in der Sekundarstufe begleite ich meist Frau Denakpo, die verantwortliche Deutschlehrerin, mit in den Unterricht in der Grundschule, wo wir einfache Leseübungen mit den Schülern machen und sehr viel und lauthals singen. Zu meiner Überraschung konnte ich feststellen, dass eines der Lieblingslieder der Schüler das bekannte deutsche Volkslied „Mein Hahn ist tot“ ist.

 

Letzte Woche haben wir mit den Schülern die Körperteile auf Deutsch gelernt, anhand eines großen selbstgebastelten Plakats und dazu passenden Wortkärtchen.

 

Es ist jedes Mal schön zu sehen, wie man mit einfachen selbstgebastelten Materialien oder Spielen eine große Wirkung und einen hohen Lerneffekt bei den Schülern erzielen kann. Ich freue mich also sehr auf die noch verbleibende vor mir liegende Zeit mit den Schülern, bei der ich jedes Mal selbst viel mitnehmen und lernen kann. "

 

(*Pergame Plus ist eine Gesamtschule, die Grund- und Oberschule bis zum Abschluss der 10. Klasse vereint)

 

Bénin hat gewählt

Bénin 2015: Fahrt von Cotonou nach Abomey (© Brühl Stiftung)
Bénin 2015: Fahrt von Cotonou nach Abomey (© Brühl Stiftung)

Bénin hat einen neuen Präsidenten: Patrice Talon hat sich am vergangenen Sonntag gegen den amtierenden Premierminister Zinsou durchgesetzt.

 

Talon ist als Unternehmer in der Baumwollindustrie und als Betreiber des Hafens von Cotonou reich geworden. Die Béniner erhoffen sich von ihm einen ähnlichen Erfolg bei der Entwicklung ihres Landes.

Doch die Béniner sind bescheiden geworden. Der noch amtierende Präsident Thomas Boni Yayi ist Wirtschaftswissenschaftler und war in der Vergangenheit u.a. Präsident der westafrikanischen Entwicklungsbank. Er kennt sich also aus in den Parametern, die zur Entwicklung eines Landes nötig sind. Ferner versprach er, die Korruption zu bekämpfen.

 

Bei seinem Amtsantritt in 2006 lag der Korruptionsindex Bénins bei 2,5 (Transparency International, 0 „extrem hohe Korruption“; 10 „keine Korruption).

In 2015 hatte Bénin einen Korruptionsindex von 3,7.* Zugegeben: Es ist eine Verbesserung, aber nur eine ziemlich geringe.

 

Das Wirtschaftswachstum ging in der Amtszeit von Boni Yayi hoch und runter, was nicht nur hausgemacht ist, sondern natürlich auch auf internationale Tendenzen zurückzuführen ist. Lag das jährliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2006 noch bei 3,9 %, so stieg es in 2014 auf 6,5 % an (Worldbank). Doch davon kommen nur 3,8 % im Durchschnitt pro Kopf an. An der Inflation liegt es nicht, denn die betrug 2014 nur -1,1 %. Zum großen Teil liegt es an der nach wie vor recht hohen Geburtenrate von 2,6 % pro Jahr (Stand: 2014); Tendenz allerdings sinkend.

 

Die Einkommensverteilung ist in der Amtszeit von Boni Yayi nicht gerechter geworden. Im Jahr 2003 haben 10% aller Arbeitnehmer, die sich im oberen Gehaltssegment befinden, 31,1 % des verfügbaren Gesamteinkommens verdient und im unteren Gehaltsniveau sind auf 10% aller Arbeitnehmer nur 2,9 % des verfügbaren Gesamteinkommens verteilt worden.

Im Jahr 2011 ist die Schere noch weiter auseinander gegangen, denn da wurden 34,5 % des verfügbaren Gesamteinkommens an die 10% Arbeitnehmer mit den höchsten Gehältern verteilt, und nur 2,5% des Gesamteinkommens an die 10% aller Arbeitnehmer, die am wenigsten verdienten (Worldbank, neue Daten leider nicht verfügbar.)

 

Die landesweite Armut ist nach wie vor nicht signifikant gesunken. 36,2 % aller Béniner lebten 2011 unter der nationalen Armutsgrenze gegenüber 37,2 % in 2006. Die nationale Armutsgrenze ist nicht offiziell definiert, liegt aber nach Schätzungen bei ungefähr 1,25 US$, die eine Person pro Tag zum Leben zur Verfügung hat, gerechnet in Kaufkraftparität (2005). Legt man die internationale Definition von Armutsgrenze zugrunde, die bei einem Ausgabenniveau von 3,10 US$ pro Tag und Person liegt (Kraufkraftparität, 2011), so ist die Zahl derer, die in Armut leben mit 75,6% enorm hoch.

 

Nun liegen die Hoffnungen auf Patrice Talon, der am 6. April 2016 sein Präsidentschaftsamt antritt. Wir wünschen allen Béninern einen guten Präsidenten mit kompetenten Regierungsmitgliedern, die für eine vielversprechende Zukunft sorgen.

 

 

*Mittlerweile wird der Korruptionsindex von Transparency International auf einer Skala von 0 – 100 bewertet. Der Korruptionsindex für Bénin liegt demnach in 2015 bei 37.

 

Erlebnisse unserer Deutschen Praktikantin in Bénin (Westafrika)

© Julia Appel (2016, Bénin)
© Julia Appel (2016, Bénin)

 

Eindrücke aus der Schule PERGAME PLUS in Bénin (Westafrika)

von Julia Appel, unserer Praktikantin aus Deutschland, die vor gut drei Wochen ihr Praktikum an unserer Partnerschule in Abomey-Calavi begonnen hat:

 

„Guten Morgen; willkommen in der Pergame Plus“, hatten mir die Schüler an meinem ersten Tag entgegengerufen, als ich das Klassenzimmer betreten hatte. Mittlerweile schallt mir entgegen: „Guten Morgen, wie geht es Ihnen?“

Seit über drei Wochen bin ich nun schon in Benin und hatte bereits die Möglichkeit, Schüler der unterschiedlichsten Klassenstufen in der Pergame Plus kennenzulernen, beim Unterricht zuzusehen, selbst zu unterrichten und das Programm für die kommenden Wochen mitzugestalten.

 

Gemeinsam mit Salomon und Martin, zwei beninischen Germanistikstudenten, spreche ich mich bezüglich der Unterrichtsplanung ab. Die beiden unterrichten einmal die Woche, um neben dem eher theoretisch geprägten Studium auch praktische Unterrichtserfahrung zu sammeln.

 

Letzte Woche hatten die beiden und unsere Ansprechpartnerin, die Deutschlehrerin Frau Denakpo, mich gebeten, für den heutigen Mittwoch eine Unterrichtsstunde über Deutschland vorzubereiten. Schließlich sollen die Deutschlerner nicht nur die Sprache und die Grammatik, sondern auch einen Eindruck der deutschen Kultur und Landeskunde vermittelt bekommen.

 

Mit vielen Fotos und einer großen bunten Landkarte bewaffnet, machte ich mich daher schon am

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Präsidentschaftswahlen in Bénin

Cotonou (Bénin) © Brühl Stiftung
Cotonou (Bénin) © Brühl Stiftung

 

Das kleine westafrikanische Land Bénin wählt einen neuen Präsidenten.

 

Die Wählerinnen und Wähler hatten am vergangenen Wochenende die Qual der Wahl, denn 33 Kandidaten standen zur Auswahl. Im ersten Wahlgang gab es jedoch keine absolute Mehrheit für einen Kandidaten, daher steht nächsten Sonntag (20.03.2016) eine Stichwahl an zwischen dem amtierenden Premierminister Lionel Zinsou und dem Industriellen Patrice Talon.

 

Der amtierende Präsident Thomas Boni Yayi steht nach zwei Amtszeiten nicht zur Wiederwahl. Seine ursprünglich geplante Verfassungsänderung, um ihm eine weitere Kandidatur zu eröffnen, konnte er jedoch nicht durchsetzen.

 

Übrigens: Unter den ursprünglich 33 Präsidentschaftskandidaten gab es 2 Frauen.

 

Wir sind gespannt, wer das Rennen gewinnt. Aber mehr noch darauf, was sich unter dem nächsten Präsidenten für die Bürgerinnen und Bürger, besonders für diejenigen, die an der Armutsgrenze leben, ändert.

 

Neue Stipendiaten in Sierra Leone (Westafrika)

Unsere zwei neue Stipendiaten haben Ebola überlebt. Hawa hat jedoch ihre beiden Eltern und vier Geschwister verloren; Alfred seine Mutter, einen Bruder und seinen besten Freund.

Trotz allem haben sie ihren Mut nicht verlassen. Ende 2014 haben die Schulen wieder geöffnet. Mehr zu Hawa und Alfred weiter unten:

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Ende der Schulferien in Bénin

Schon ist der "Sommer" rum und für die Kinder in Bénin (Westafrika) hat vergangenen Montag (05.10.15) die Schule wieder begonnen!

 

An unserer Partnerschule Pergame Plus in Abomey-Calavi, im Süden des Landes, startete mit dem neuen Schuljahr auch wieder das Praktikantenprojekt für die Deutsch-Kurse.

 

Wir begrüßen ganz herzlich Herrn Martin Katchoré Aloukoutou und Herrn Salomon Kpodo!

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Neues aus Uganda

Unsere Stipendiatin, die in Kampala (Uganda) Modedesign und Innendekoration studiert, hat im Juni an ihrer ersten Fashionshow teilgenommen. Sie präsentierte verschiedene Schlafzimmerdesigns sowie erste Modeskizzen. Im Sommer 2016 wird sie voraussichtlich ihr Studium beenden. 

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Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 8

© Brühl Stiftung
© Brühl Stiftung

Wir gehen in die Zielgerade mit unserer Blog-Serie:

Schule der Zukunft - Wie könnte sie idealerweise gestaltet sein?

 

Wunschtraum Nr. 8:

 

In Uganda (Ostafrika) träumt Tushabe* von

"einem Schulareal, in dem sich Schüler wohl fühlen; ein Gebäude, in dem es kühl ist und das gut geplant wurde. Dort sollte auch frisches, sauberes Trinkwasser leicht zugänglich und für alle Schüler erschwinglich sein."

 

Auch dieser Traum ist eigentlich alles andere als eine Träumerei. Dieser Traum sollte überall auf der Welt schon heute Wirklichkeit sein. Doch die Wirklichkeit sieht für viele Menschen anders aus, besonders in Entwicklungsländern. Überhitzte und schlecht geplante Schulgebäude kennen wir hierzulande auch. Doch die für uns alltägliche Selbstverständlichkeit, frisches Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch für den Abwasch, die Waschmaschine, die Dusche und sogar für die Toilette zur Verfügung zu haben, ist andernorts Luxus. In tropischen Ländern wie Uganda, Bénin und Guatemala ist Wasserknappheit per se nicht das Problem - SAUBERES Wasser hingegen schon. 

 

Es kann nicht schaden, einmal daran zu denken, wenn wir das nächste Mal einen Wasserhahn aufdrehen!

 

Es lohnt sich, sich für eine bessere Schulsituation weltweit einzusetzen.

 

Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 7

© Ninos de Guatemala
© Ninos de Guatemala

Schule der Zukunft, z.B. im Jahr 2030: Wie könnte sie aussehen? Erstaunlich kreative Ideen, aber auch ganz praktische haben wir von unseren StipendiatInnen und Partnerschulen erhalten. 


Hier ist Wunschtraum Nr. 7:


"In meiner idealen Welt hätten alle Schüler Geld für einen Schulbus, denn wir müssen jeden Tag sehr weit laufen",

schreiben Brenda und Suma, zwei Schülerinnen unserer Partnerschule Nuestro Futuro in Guatemala (Mittelamerika).


Brenda präszisiert ihren Weg auf "15 blocks", das sind ca. 3 km. Ein langer Weg für eine Grundschülerin. Brenda und Suma gehen in die 6. Klasse. Auf dem Land, dort wo überwiegend Mayastämmige Einwohner zu Hause sind,

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Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 6

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Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 5

© Somero Uganda
© Somero Uganda

Eigentlich sind es heute 2 Wunschträume, wie Schule im Jahr 2030 aussehen könnte. Doch sie gehören irgendwie zusammen, obwohl sie unabhängig von einander und aus zwei verschiedenen Gegenden zu uns gelangten: aus Uganda (Ostafrika) und aus Bénin (Westafrika).

 

Moufidath* aus Uganda schrieb: "Wir wünschen uns ein Lernumfeld, in dem wir uns frei äußern können, ohne Einschüchterung, Beschimpfungen und Schlimmeres befürchten zu müssen."

 

Rosé* aus Bénin träumt: "Es fehlen Respekt und seriöse Lehrer. Ich möchte kompetente Lehrer, die jung sind und die Kraft haben, uns den Unterricht zu erklären."

 

Die Hintergründe sind vielfältig: 

 

  • In Bénin ist es immer noch üblich, dass Lehrer SchülerInnen vor den anderen bloß stellen, sogar Züchtigung wird nicht geahndet. 
  • In Uganda werden schwangere Mädchen von der Schule verwiesen.
  • Diskussionsrunden mit freier Meinungsäußerung gehören nicht zum Lehrrepertoire.

 

Wir, als kleine Organisation, können hier zwar nur wenig, aber immerhin etwas zur Besserung beitragen:

 

In Bénin haben wir an unserer Partnerschule gemeinsam mit Schülern, Lehrern, Schuldirektion und Praktikanten, die später einmal den Lehrberuf ergreifen wollen, Anfänge von Gruppenarbeit und -diskussion getestet sowie anonyme Evaluationen vorgestellt und durchgeführt. Der Spaßfaktor kam dabei auch nicht zu kurz. Der Weg zu einem generellen Einsatz ist noch weit; aber die jungen LehranwärterInnen tragen die Idee weiter zu ihren Kommilitonen an die Universität und auch die Schüler versuchen, das ein oder andere Anliegen durchzusetzen. Dies zeigt nicht zuletzt dieser Wunsch.

 

In Uganda stärkt unsere Partnerorganisation Somero Uganda schwangeren, jungen Mädchen, die von der Schule verwiesen wurden, den Rücken, unterrichtet sie im Rahmen ihres Homebased Schooling Programms am Somero Center und etabliert Kooperationen mit Schulen, an denen diese jungen Mütter ihren Abschluss nachholen können.


(*Name geändert)

Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 4

© Brühl Stiftung
© Brühl Stiftung

Schule im Jahr 2030. Wie könnte sie aussehen?

 

Wunschtraum Nr. 4 träumt Cedric* aus Bénin (Westafrika):

 

"Ich wünsche mir Ventilatoren oder Klimaanlage in unseren Klassenräumen."

 

Ein Wunsch, den ich bei meinen Besuchen in Bénin auch träumte. Bei 38° Hitze dem Unterricht 2 Stunden lang aufmerksam zu folgen, fiel mir nicht leicht. Die Schüler haben noch viel länger Unterricht, müssen lernen und Klassenarbeiten schreiben. 

 

Meine Hochachtung haben sie! Und Ihre?

 

(*Name geändert)

Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? Wunschtraum Nr. 3

Schultoilette in Bénin (© Ecole de Solidarité/Bildungswerk Westafrika e.V.)
Schultoilette in Bénin (© Ecole de Solidarité/Bildungswerk Westafrika e.V.)

Schule der Zukunft!?

 

Wir sind gestartet mit Überlegungen, wie Schule im Jahr 2030 aussehen könnte, und haben uns auf Fantasien aller Art gefasst gemacht. Wie junge Leute sie eben so haben. Dachten wir.

 

Nicht eingestellt waren wir auf ganz reale Wünsche wie den nachfolgenden. Was für Vorstellungen haben junge Menschen, wenn sie Wünsche wie diesen auf das Jahr 2030 projizieren:

 

Wunschtraum Nr. 3 - von Nuriati* aus Uganda:

 

"Mein Traum ist, dass heranwachsenden Mädchen in der Schule ausreichend Hygienebinden zur Verfügung gestellt werden und Toiletten mit mehr Privatspähre, damit uns Peinlichkeit und Scham erspart bleiben."

 

Eine Aufgabe, der wir uns zumindest für einige Mädchen stellen können. Die Stipendiatinnen, die vom Somero e.V. in Kampala, Uganda, betreut werden, bekommen Hygiene-Utensilien mit auf den Weg. 

Die Schulen unserer Partnerorganisation Ninos de Guatemala, die in Guatemala (Mittelamerika) eigene Schulen baut und unterhält, hat für schließbare und separate Toiletten gesorgt. Ebenso der Verein Bildungswerk Westafrika e.V., der in Bénin (Westafrika) Schulen für arme Gemeinden baut (s. Bild).

 

Es ist, wie uns der Traum von Nuriati zeigt, ein Tropfen auf dem heißen Stein.

ABER: Stetiger Tropfen höhlt den Stein.

Wir bleiben dran! Machen Sie mit!


(*Name geändert)

Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 2

© Brühl Stiftung
© Brühl Stiftung

Weiter geht's mit unserer Fantasiereise in eine Welt der Schulzukunft. Wie könnte die ideale Schule z.B. im Jahr 2030 aussehen? In unseren Partnerländern, aber auch darüber hinaus in allen Ländern weltweit.

 

Wunschtraum Nr. 2 erreicht uns aus Uganda (Ostafrika).

 

Namakula*, Stipendiatin beim Somero e.V., schreibt: 

 

"Zu einer guten Lernumgebung gehört für mich, dass Schüler nicht hungrig durch den Schulalltag gehen müssen, weil sie sich kein Mittagessen oder Snack zwischendurch leisten können. Jeder Schüler sollte ein Recht auf Essen in der Schule haben, denn hungrig kann man schlecht lernen."

 

Ein Test: 

  1. Versuchen Sie einmal, ohne Frühstück zur Arbeit zu gehen und den Tag ohne Essen durchzuhalten.
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Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 1

© Brühl Stiftung (Benin 2015)
© Brühl Stiftung (Benin 2015)

Wie stellen wir uns Schule in der Zukunft vor? Sagen wir: im Jahr 2030. Wie könnte die ideale Schule dann aussehen?

 

Die soeben gestartete Aktion der Globalen Bildungskampagne regte uns an, über örtliche und zeitliche Grenzen hinweg von der Zukunft zu träumen. 

Nicht nur in unseren Partnerländern, sondern in allen Ländern.

 

Realistisch oder nicht: egal! Wir träumen. Und mit uns unsere Stipendiaten und Schülerinnen aus unseren Partnerschulen, die wir zu diesem Thema befragt haben. In den nächsten Wochen stellen wir Ihnen unsere Träume der Zukunftsschule vor.

 

Hier Wunschtraum Nr. 1:

 

Wir träumen, dass im Jahr 2030 jede Schule genügend funktionstüchtige und schnelle Computer für alle Schüler hat, an denen die Lernenden jeweils altersgerecht in die Grundlagen der standardmäßigen EDV-Programme eingeführt werden.

 

Warum?


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Wissen Sie, dass Budapest in Simbabwe liegt? - Eine Buchbesprechung

Suhrkamp Verlag
Suhrkamp Verlag

Budapest, Paradise, Bastard, Chipo, Darling: NoViolet Bulawayo entführt uns nach Simbabwe. Sie hat ein Buch ganz besonderer Art geschrieben.

 

Ihre Protagonisten, Darling, Chipo, Bastard und andere, sind Kinder und Jugendliche, deren Familien im Bürgerkrieg zu Zeiten Mugabes alles verloren haben und nun in einem Slum namens Paradise leben.

 

Eindrucksvoll und aus ungewöhnlicher Sicht entführt Bulawayo ihre Leser in eine Welt, die wir nur von außen her kennen. Sie lässt den Alltag aus Sicht dieser Kinder vor unseren Augen entstehen, der zwar von Armut und Hunger geprägt ist, aber auch eine sehr fröhliche, freie und fantasievolle Seite der Kindheit hat.

 

Selbst in Simbabwe geboren und aufgewachsen, liegt NoViolet Bulawayo eine beschönigende, verklärende Afrika-Beschreibung fern. Aber auch ein Einheitsurteil nach dem Motto „alles ist schlecht“ ist bei ihr nicht zu finden.

Ihre jungen Protagonisten nehmen ihre Umwelt und Gemeinschaft kritisch wahr und hinterfragen soziale Normen, wie z.B. ein kirchliches Ritual des Dorfpredigers und der Gemeindemitglieder, das in Wahrheit eine Vergewaltigung ist.

 

Der Besuch von Vertretern einer NGO, die „Hilfsgüter“ verteilen, wird aus Sicht der Empfänger beschrieben.

Das gibt zu denken.

 

Die Diskrepanz zwischen armen Schwarzen und reichen Weißen, die unterschiedlicher nicht sein kann, erleben die Kinder anhand einer Plünderung eines von weißen Siedlern bewohnten Hauses im Stadtteil Budapest, 

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Wissen Sie, dass in Bénin schon 4jährige Kinder zur Schule gehen?

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