neues Schuljahr - neues Praktikumsjahr

Deutschkurs im September 2018 an unserer Partnerschule in Bénin (© Racine à l'Avenir/Brühl Stiftung)
Deutschkurs im September 2018 an unserer Partnerschule in Bénin (© Racine à l'Avenir/Brühl Stiftung)
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Prüfung, Preisverleihung, Feierlichkeit

© Pergame Plus (Bénin, 2018)
© Pergame Plus (Bénin, 2018)

Es hat etwas gedauert. Aber nun:

Die Ergebnisse der Mittleren Reifeprüfung aus Bénin sind eingetroffen und die Vergabe unserer Sonderstipendien wurde gefeiert.

 

An unserer Partnerschule Pergame Plus haben sich dieses Jahr 14 Schülerinnen und Schüler der Mittleren Reifeprüfung unterzogen, darunter 5 Schülerinnen und Schüler, die von uns ein Stipendium in diesem Schuljahr erhalten haben. 3 unserer StipendiatInnen haben die Prüfung erfolgreich bestanden. Huchuu, Herzlichen Glückwunsch!

 

Die Notenvergabe haben wir gestern zum Anlass genommen, nicht nur den Abschluss zu feiern, sondern auch den besten unter unseren StipendiatInnen aller Klassen (Grund- und Oberschule) mit Sonderstipendien für ihre tollen Leistungen zu danken. Doch nicht nur sie wollten wir belohnen, sondern auch ihren Eltern sagten wir Danke für ihre Unterstützung, die sie ihren Kindern haben zukommen lassen. Denn das ist nicht so selbstverständlich. (Näheres dazu s. unseren Blogbeitrag vom 15.07.18)

 

Verliehen wurden Schulbücher und -materialien, die die SchülerInnen im nächsten Schuljahr benötigen und einem Wert in Höhe der halben Schuljahresgebühr entsprechen. Für uns nicht vorstellbar, aber: eigene Bücher zu besitzen, ist noch immer etwas ganz besonderes in Bénin.

 

Wie immer in Bénin ging es feierlich formell zu, was die ernsten Gesichter auf den Bildern bezeugen. Aber sehen Sie selbst:

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Cash for Learning: ein Erfolgsjahr?

Partnerschule Pergame Plus, Bénin, 2018  (© Brühl Stiftung)
Partnerschule Pergame Plus, Bénin, 2018 (© Brühl Stiftung)

Das Schuljahr 2017/2018 ist nicht nur bei uns, sondern auch in Bénin (Westafrika) soeben zu Ende gegangen. Es war das erste Schuljahr, in dem wir zu Schuljahresbeginn Stipendien an Schülerinnen und Schüler vergeben haben. Wir wählten engagierte junge Lernende aus, deren Eltern es besonders schwer fällt, die Kosten für Schulgebühr- und -uniform, Lernmaterialien, Essen und Ausflüge zu erübrigen. Wir wollten damit die Zahl der Kinder und Jugendlichen verringern, die aus finanziellen Gründen die Schule verlassen.

 

Diese Kinder kommen ja nicht nur aus finanzschwachen Familien. Oft geht die schwierige Situation einher mit einem noch immer geringen Bildungsniveau der Eltern. Nicht selten haben sie ihrerseits die Schule früh abbrechen müssen. Die Zahl der Analphabeten nimmt landesweit ab, was aber der jüngeren Generation zu verdanken ist. Und wie wir alle wissen: Lesen, schreiben und rechnen können, reicht bei weitem nicht aus. Somit sind viele Eltern nicht in der Lage, ihre Kinder beim Lernen tatkräftig zu unterstützen; selbst wenn sie es wollen. Meist jedoch sind sie mit der Versor-

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Sklaven, Voodoo und mehr

 

Heimatgeschichte anschaulich erleben, das konnten vor kurzem mal wieder die Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule Pergame Plus in Bénin (Westafrika).

Dieses Jahr ging es nach Ouidah.

 

Ouidah war vor langer Zeit Handelsstadt und Zentrum des Sklavenhandels in Westafrika.

Die Stadt liegt 3,5 km vom Meer entfernt, so dass die Sklaven den Weg vom Sklavenmarkt im

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23 neue Stipendien vergeben

Pergame Plus, Bénin, 2017 (© Brühl Stiftung)
Pergame Plus, Bénin, 2017 (© Brühl Stiftung)

An unserer Partnerschule PERGAME PLUS in Bénin kommt es leider immer wieder vor, dass einige Eltern ihre Kinder aus finanziellen Gründen aus der Schule nehmen müssen. Es sind Eltern, die in Armut leben und sich für ihre Kinder eine bessere Zukunft wünschen. Sie versuchen alles, damit ihre Sprösslinge eine gute Bildung bekommen; doch es fällt ihnen aufgrund ihres geringen Einkommens recht schwer.

 

Pergame Plus ist eine Gesamtschule, die neben der Vorschule auch Grund- und Oberschule bis zur 10. Klasse, umfasst. Sie deckt also das Minimum an Schuljahren ab, die ein jeder Mensch absolvieren sollte, um anschließend eine Berufsausbildung zu beginnen.

 

Gemeinsam mit unserer Koordinatorin, dem Schuldirektor, den Lehrern und dem Elternbeirat haben wir diskutiert, wie wir Abhilfe schaffen können. Das Ergebnis ist, dass 23 Schülerinnen und Schüler für das Schuljahr 2017/2018 jeweils ein Stipendium über 50% der Schulgebühren erhalten. Bedingung ist, dass sie regelmäßig am Unterricht teilnehmen, fleißig lernen und ihre Hausarbeiten machen. Bei besonderen Leistungen loben wir unter den Stipendiaten ein weiteres Stipendium pro Klasse zum Ende des Schuljahres aus. Besondere Leistungen sind z.B., wenn ein Stipendiat Klassenbester wird oder sich eine Stipendiatin ganz besonders um Mitschüler gekümmert hat und dergleichen mehr.

 

Neben den Stipendien wird es auch weiterhin Gespräche geben, wenn ein Schüler Schwierigkeiten hat. Ob ein junger Mensch Lernschwierigkeiten hat, persönlichen oder finanziellen Herausforderungen gegenüber steht: Lehrer, Direktorium, Projektkoordinatorin und Elternbeirat sind gemeinsam daran interessiert, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler auf der Schule bleiben und den Abschluss der 10. Klasse erreichen.

 

Wir sehen gespannt dem Ende des Schuljahres entgegen.