Sklaven, Voodoo und mehr

 

Heimatgeschichte anschaulich erleben, das konnten vor kurzem mal wieder die Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule Pergame Plus in Bénin (Westafrika).

Dieses Jahr ging es nach Ouidah.

 

Ouidah war vor langer Zeit Handelsstadt und Zentrum des Sklavenhandels in Westafrika.

Die Stadt liegt 3,5 km vom Meer entfernt, so dass die Sklaven den Weg vom Sklavenmarkt im

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23 neue Stipendien vergeben

Pergame Plus, Bénin, 2017 (© Brühl Stiftung)
Pergame Plus, Bénin, 2017 (© Brühl Stiftung)

An unserer Partnerschule PERGAME PLUS in Bénin kommt es leider immer wieder vor, dass einige Eltern ihre Kinder aus finanziellen Gründen aus der Schule nehmen müssen. Es sind Eltern, die in Armut leben und sich für ihre Kinder eine bessere Zukunft wünschen. Sie versuchen alles, damit ihre Sprösslinge eine gute Bildung bekommen; doch es fällt ihnen aufgrund ihres geringen Einkommens recht schwer.

 

Pergame Plus ist eine Gesamtschule, die neben der Vorschule auch Grund- und Oberschule bis zur 10. Klasse, umfasst. Sie deckt also das Minimum an Schuljahren ab, die ein jeder Mensch absolvieren sollte, um anschließend eine Berufsausbildung zu beginnen.

 

Gemeinsam mit unserer Koordinatorin, dem Schuldirektor, den Lehrern und dem Elternbeirat haben wir diskutiert, wie wir Abhilfe schaffen können. Das Ergebnis ist, dass 23 Schülerinnen und Schüler für das Schuljahr 2017/2018 jeweils ein Stipendium über 50% der Schulgebühren erhalten. Bedingung ist, dass sie regelmäßig am Unterricht teilnehmen, fleißig lernen und ihre Hausarbeiten machen. Bei besonderen Leistungen loben wir unter den Stipendiaten ein weiteres Stipendium pro Klasse zum Ende des Schuljahres aus. Besondere Leistungen sind z.B., wenn ein Stipendiat Klassenbester wird oder sich eine Stipendiatin ganz besonders um Mitschüler gekümmert hat und dergleichen mehr.

 

Neben den Stipendien wird es auch weiterhin Gespräche geben, wenn ein Schüler Schwierigkeiten hat. Ob ein junger Mensch Lernschwierigkeiten hat, persönlichen oder finanziellen Herausforderungen gegenüber steht: Lehrer, Direktorium, Projektkoordinatorin und Elternbeirat sind gemeinsam daran interessiert, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler auf der Schule bleiben und den Abschluss der 10. Klasse erreichen.

 

Wir sehen gespannt dem Ende des Schuljahres entgegen.

Racine de l'Avenir - Wurzel der Zukunft

Seit Beginn des neuen Schuljahres 2017/2018 kooperieren wir mit einer weiteren Schule in Bénin (Westafrika), die den schönen Namen „Racine de l'Avenir“ trägt - frei übersetzt „Wurzel der Zukunft“. Sie befindet sich in Togba, einem Bezirk der Gemeinde Abomey-Calavi, und umfasst Kindergarten/Vorschule, Grundschule und Sekundarstufen I und II, also bis zum Abitur.

 

Racine de l'Avenir ist eine private, staatlich anerkannte Schule. Gegründet wurde sie im Jahr 2012 von vier Biologielehrern. Mittlerweile bringen rund 239 Schülerinnen und Schüler Leben in die Gebäude. Bei einer durchschnittlichen Klassengröße von 27 jungen Menschen steht einem

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Letztes Schuljahr Praktikant – dieses Schuljahr Lehrer

Pergame Plus (© Brühl Stiftung, 2017)
Pergame Plus (© Brühl Stiftung, 2017)

Unser ehemaliger Praktikant, Herrn Kouyiétounidoma N'Koue, ist seit letztem Montag regulärer Deutsch-Lehrer an unserer Partnerschule Pergame Plus.

 

Mit der Frage „Gabrielle, wir wollen Deutsch lernen. Wie geht das?“ fing alles an. Als mein Sohn und ich Anfang 2013 der Schule Pergame Plus zum ersten Mal besuchten, kamen gleich mehrere Schülerinnen und Schüler auf uns zu und stellten Fragen in der Art. Lehrer und Eltern gesellten sich dazu. Wir waren recht verwundert und waren skeptisch, wie weit das Interesse tatsächlich ginge.

Wir staunten nicht schlecht, als unsere Recherche ergab, dass es Deutsch-Unterricht an Schulen in Bénin nicht gerade selten gibt, zumindest im Süden des Landes. Besonders gute Schulen legen Wert nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Spanisch und Deutsch. Auch außerhalb findet man den ein oder anderen Deutsch-Club.

 

Gemeinsam mit der DAAD Lektorin in Bénin, der Universität Abomey-Calavi und dem Direktor unserer Partnerschule Pergame Plus organisierten wir ein Praktikumsprojekt. Der erste Deutsch-Unterricht startete mit Schuljahresbeginn im September 2013.

Seitdem absolvieren Studierende der Université d'Abomey-Calavi, die an der Fakultät F.L.A.S.H. Germanistik studieren und mit der Idee liebäugeln, sich einmal als LehrerIn beruflich zu betätigen, ein Praktikum bei Pergame Plus in Tankpè (Abomey-Calavi). Die Praktikumszeit ist auf ein  

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Bénin: neues Schuljahr - neue Schule

Racine de l'Avenir: neue Partnerschule der Brühl Stiftung in Bénin (Westafrika)
Complèxe Scolaire Racine de l'Avenir (Bénin), © Brühl Stiftung

Nach einer langen Ferienpause – fast 2,5 Monate – beginnt morgen das neue Schuljahr in Bénin (Westafrika).

 

Mit Beginn des Schuljahres startet auch die neue Runde unseres Deutsch-Projekts. Die DAAD Sprachlektorin und ihr Team haben erneut zwei Studierende der Germanistik an der Fakultät F.L.A.S.H. der Universität Abomey-Calavi ausgewählt. Sie können nun ein Jahr lang praktische Erfahrung im Unterrichten der Deutschen Sprache sammeln. 

 

Ein Praktikant, Abdulaye, wird wieder die Schülerinnen und Schüler unserer langjährigen Partnerschule Pergame Plus in Tankpè (Abomey-Calavi) mit Spiel und Spaß 1 x pro Woche unterrichten. Der zweite, Robert, wird unsere neue Partnerschule Racine de l'Avenir tatkräftig unterstützen.

 

Racine de l'Avenir befindet sich wie Pergame Plus ebenfalls in Abomey-Calavi, im Stadtteil Togba. Sie umfasst Kindergarten/Vorschule, Grundschule und Sekundarstufe I und II, also bis zum Abitur. Insgesamt beherbergt die Schule 239 Schülerinnen und Schüler mit einer durchschnittlichen Klassengröße von ca. 27 Schüler. Der Deutsch-Unterricht ist dort bereits in der Sekundarstufe II gut etabliert. Die beiden engagierten Sprachlehrerinnen stehen Robert mit Tat und reichlich Erfahrung unterstützend zur Seite.

 

Racine de l'Avenir ist privat, aber staatlich anerkannt. Wie auch unsere Partnerschule Pergame Plus bekommt die Schule einen Teil der Schulmaterialien vom Staat gestellt, aber in der Regel recht spät und zu wenig für alle Schüler. Daher haben wir auch für sie einige Deutsch-Bücher vor Ort gekauft und ihnen zur Verfügung gestellt. Unsere Koordinatorin Hermignone Denakpo ist auch an unserer neuen Partnerschule die treibende Kraft für unser Deutsch-Projekt.

 

Gespannt warten wir auf die ersten Bilder und Berichte vom neuen Schuljahr!