2021 fing so vielversprechend an ...

Home-schooling in Guatemala (© Niños de Guatemala)
Home-schooling in Guatemala (© Niños de Guatemala)

… für unsere Partnerschulen in Guatemala:

Sie haben Hygienevorkehrungen getroffen, Masken angeschafft und die Klassenräume so eingerichtet, dass die SchülerInnen mit Abstand sitzen könnten. Sie haben sich sehr auf ihre SchülerInnen gefreut. Doch es kam anders.

 

Bereits im letzten Jahr waren die Schulen in Guatemala lange geschlossen. Das Schuljahr beginnt im Januar und endet im Dezember. Schon während der ersten Covid-19-Welle mussten die Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben; seit Frühsommer 2020, durchgängig bis Jahresende.

 

Es verwundert nicht, dass die Bedingungen für Home-Schooling in Guatemala noch viel schlechter

sind, als bei uns. Das Team von Niños de Guatemala (NDG) – die Organisation, die unsere Partnerschulen betreibt – hat nichtsdestotrotz alle Energie daran gesetzt, virtuellen Unterricht per Handy und Laptop – sofern vorhanden - zu ermöglichen. Ferner haben sie Unterrichtsmaterialien gedruckt und den Familien nach Hause gebracht, dazu auch gleich noch Lebensmittel, da viele Familien aufgrund der Pandemie plötzlich und mal wieder ohne Einkommen dastanden. Psychosoziale Unterstützung ist schon in pandemie-freien Zeiten nötig; aktuell noch viel mehr. Die NDG SozialarbeiterInnen und LehrerInnen haben sich enorm eingesetzt, um das bisher erreichte Bildungsniveau und vor allem den Elan der Familien, ihre Kinder überhaupt regelmäßig „beschulen“ zu lassen, weitestgehend aufrecht zu erhalten. Und das, obwohl das Team in eine Art Kurzarbeit gehen musste, da Einnahmen aus Tourismus (Ninos de Guatemala Tours) und Sprachunterricht für Touristen (Spanish & Homestay) entfielen.

 

Die Hoffnung war groß, die Schulen mit Beginn des neuen Schuljahrs im Januar wieder eröffnen zu können. Doch kurzfristig hieß es: Sie bleiben weiterhin geschlossen; zumindest für den Unterricht. Die LehrerInnen hingegen sind regelmäßig anwesend, erstellen weiterhin Arbeitsblätter und sind für ihre Schützlinge online erreichbar. Es werden Eltern-Lehrer-Treffen in kleinem Rahmen abgehalten, um alle Fragen rund um die Hausaufgaben zu beantworten und den Eltern die Lehrmethoden zu erläutern. Gemeinsam halten sie die Gebäude sauber und kümmern sie sich um die Lebensmittel und deren Verteilung in die Haushalte.

 

So ist wieder etwas Leben in die Schulgebäude eingekehrt, damit alles bereit ist, wenn die SchülerInnen zurückkehren dürfen.