Corona Krise

Plakat in Uganda
Plakat in Uganda

Die Corona-Krise hat auch unsere Partnerländer fest im Griff. Das Wichtigste vorweg: All unseren StipendiatInnen und ProjektpartnerInnen geht es bisher gut.

 

In Uganda, Bénin und Guatemala sind alle Schulen und Universitäten geschlossen und somit auch unsere Partnerschulen in Bénin und Guatemala. Betroffen sind davon ebenfalls unsere Stipendiat:innen in Bénin, die sich in der Ausbildung und im Studium befinden. Sie warten nun – wie wir alle – darauf, dass es irgendwann weitergeht und sie hoffentlich kein komplettes Studienjahr verlieren.

 

Unsere „Powerfrauen“ aus Avrankou und Porto Novo, deren praktische Ausbildung gerade

begonnen hatte, werden nun von unserer Partnerorganisation NEGO-COM vorerst per Handy betreut. Die Kolleg:innen vor Ort versuchen, den theoretischen Teil in Online-Kurse umzuwandeln, die die Teilnehmerinnen per Handy verfolgen können. Die praktische Ausbildung muss noch etwas warten. 

 

In Bénin steht das Leben jedoch nicht ganz still. Die Mobilität zwischen Orten ist eingeschränkt, was sich auf die Arbeitsplätze auswirkt. Aber innerhalb der Städte ist noch einiges geöffnet, das nicht zu Bildungseinrichtungen gehört, sofern Abstand und Hygienevorschriften eingehalten werden.

 

In Uganda hingegen steht das Leben total still. Seit ein paar Wochen herrscht eine absolute Ausgangssperre. Sie wurde soeben bis Anfang Mai ausgedehnt. Die Polizei ahndet Verstöße mit drastischen und gewaltsamen Maßnahmen. Unsere Partnerorganisation Somero versucht ihr Bestes, die psycho-soziale Betreuung mit ihren Schützlingen per Handy aufrechtzuerhalten. Somero arbeitet im größten Slum Kampalas; die Armut dort ist eh schon hoch und hat sich seit der Ausgangssperre noch verschlimmert. Die Gewalt in den Familien steigt an; der Grund ist oftmals schlicht Nahrungsknappheit in diesen Tagen. In besonders schlimmen Fällen setzen die Somero Sozialarbeiter:innen Leib und Leben aufs Spiel, indem sie misshandelte Jugendliche ins Krankenhaus fahren – trotz Ausgangssperre.

 

Alle Projekte in allen unseren Partnerländern sind nun „auf Eis“ gelegt. Die laufenden Kosten jedoch warten nicht: Miete, Strom, etc. müssen weiter bezahlt werden. Alle unsere Partnerorganisationen versuchen, die Gehälter so lange wie möglich weiterzahlen zu können. Wie lange das gelingt, steht in den Sternen; denn nach der Krise werden die aktuellen Projekte fortgeführt, für neue Projekte – und damit neue Einnahmen – fehlt in diesem Jahr die Zeit.

In Uganda muss das Somero Centre nach der Ausgangssperre ausreichend Desinfektionsmittel und flüssige Seife für alle vorrätig haben. Ob es in Bénin ebenfall eine ähnlich formale Vorschrift geben wird, wissen wir noch nicht, vermuten es jedoch; auf jeden Fall ist es sinnvoll.

 

Daher werden dringend Spenden benötigt.

 

Auch wenn Viele von uns derzeit für Ausfälle in unserem eigenen Land spenden, dürfen wir die Länder und Menschen, die unter der Krise so unglaublich viel mehr leiden, nicht vergessen.

 

Zur Erinnerung: In Uganda z.B. leben 69,9 % der Bevölkerung von 3,20 US $ pro Tag (aktueller verfügbarer Stand: 2016, World Bank). Dieses Einkommen fällt bei Vielen nun in der Corona-Krise weg; vom Staat haben sie nichts zu erwarten. Auch wenn man mit 3,20 US $ in Uganda weiter kommt als in Deutschland: Wieviel kann man davon für Krisenzeiten wie diesen sparen?

Im Namen unserer Partnerorganisationen freuen wir uns über Ihrer Spende. Jeder Beitrag ist überaus hilfreich.

 

Da wir ehrenamtlich arbeiten und wir unsere geringen Verwaltungskosten aus eigenen Mitteln tragen, kommt Ihre Spende zu 100% bei den Betroffenen an.

 

Spendenkonto:

 

Brühl Stiftung

IBAN:            DE96 1203 0000 1008 3571 52

SWIFT/BIC:   BYLADEM1001

Bank:            DKB Deutsche Kreditbank