Uganda Reisebericht: Teil 2 - im Nationalpark

Überfahrt über den Nil (© Brühl Stiftung)
Überfahrt über den Nil (© Brühl Stiftung)

Fortsetzung....

(von Ricardo Tell)

 

Im Murchison Falls Nationalpark angekommen, braucht es keine 5 Minuten, bis wir das erste Mal den Fahrer zum Anhalten bewegen. Eine Gruppe von Affen sitzt am Straßenrand, erblickt uns und verschwindet im Dickicht des Waldes. Während wir verkrampft versuchen, dieses einzigartige Ereignis in einem halbwegs anschaulichen Foto festzuhalten, wissen wir nach weiteren 10 Minuten gar nicht mehr, wie viele Gruppen von Affen wir denn jetzt gesehen haben.

 

Als wir unsere Unterkunft, die Murchison Falls River Lodge, erreichen, begrüßen uns die Mitarbeiter mit einem Glas Saft aus der Passionsfrucht und führen uns zu unserer Lodge, während wir gespannt der Erläuterung lauschen, nachts nie allein und ohne Lodge-Mitarbeiter auf dem Gelände herumzulaufen, da Nilpferde zum Weiden das Gelände passieren könnten. Etwas vorsichtig, da natürlich ohne Führer, wagen wir uns anschließend auf den Weg zum Restaurant, um unser Abendessen einzunehmen. Übrigens: Das Essen dort ist vorzüglich.

 

Wieder höre ich das Klingeln des Weckers und schon wieder ist es noch dunkel draußen. Um 5:45 Uhr wollen wir 

frühstücken, da es anschließend auf Safari geht. Ich bin wieder putzmunter. Meine erste Safari. Zunächst fahren wir zum blauen Nil, um mit einer Autofähre auf die andere Flussseite überzusetzen. Von dort aus geht es dann tief in den Nationalpark hinein und ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Beginnend mit der vom Menschen, so schien es, unberührten Natur, soweit das Auge reicht, bis hin zu den unzähligen, wie im Zoo dastehenden, Gazellen, Springböcken und Giraffen fühlt es sich an wie eine unwirkliche Welt, in die man kurzzeitig hineintauchen darf. Etwas erschreckend, wenn man bedenkt, dass einst das gesamte Land so aussah.

 

Nach einiger Zeit folgen wir einer Reihe von Jeeps, um einer Gruppe von Löwinnen so nah zu sein, wie ich nie gedacht hätte, Löwen einmal sein zu dürfen. Gefesselt hat mich unser Fahrer Alex mit seinen Ausführungen darüber, dass ein Löwe, wenn man ihm nur tief in die Augen schaut und keinen Schritt auf ihn zu, aber auch nicht weg macht, die Flucht ergreift, weil er den Menschen respektiert. Trotz der tiefen Überzeugung in seiner Stimme, achte ich trotz unseres Platzes im Auto ziemlich genau darauf, wie weit die Löwin von unserem geöffneten Dach entfernt bleibt. 

 

Auf der Rückfahrt Richtung Lodge bemerken wir die Müdigkeit unter dem Einfluss aller Eindrücke des Vormittags, der heißen Sonne und der holprigen Fahrt und entscheiden uns dafür, unseren ursprünglichen Plan, die Bootstour über den Nil zu den Murchison Falls noch am selben Nachmittag zu absolvieren, zu verwerfen und es uns auf dem Lodge Gelände gemütlich zu machen. Gesagt - getan, platziere ich mich auf einer Liege am Pool, genieße die Sonne im Dezember und beobachte eine Gruppe kleiner Affen, wie sie um mich herum Fangen spielt.

 

Ich fühle mich ausgeschlafen. Der Wecker klingelt und es ist schon 6:00 Uhr morgens. So langsam fühle ich mich in dem Rhythmus wohl und gönne mir Bacon, Würstchen und Ei zum Frühstück. An der Bootsanlegestelle für die Bootstour zu dem Wasserfall angekommen,Auf der Rückfahrt Richtung Lodge bemerken wir die Müdigkeit unter dem Einfluss aller Eindrücke des Vormittags, der heißen Sonne und der holprigen Fahrt und entscheiden uns dafür, unseren ursprünglichen Plan, die Bootstour über den Nil zu den Murchison Falls noch am selben Nachmittag zu absolvieren, zu verwerfen und es uns auf dem Lodge Gelände gemütlich zu machen. Gesagt - getan, platziere ich mich auf einer Liege am Pool, genieße die Sonne im Dezember und beobachte eine Gruppe kleiner Affen, wie sie um mich herum Fangen spielt.

Ich fühle mich ausgeschlafen. Der Wecker klingelt und es ist schon 6:00 Uhr morgens. So langsam fühle ich mich in dem Rhythmus wohl und gönne mir Bacon, Würstchen und Ei zum Frühstück. An der Bootsanlegestelle für die Bootstour zu dem Wasserfall angekommen, stellen wir zu unserem Vergnügen fest, dass wir die einzigen sind, die

an diesem Morgen die Tour unternehmen wollen und wir daher das kleinste Boot nutzen. Die Frage nach dem besten Platz für Aussicht und Fotos war damit geklärt. Nach nur einigen Minuten auf dem Nil erkennen wir zahlreiche Gruppen von Nilpferden links und rechts neben uns. Das Glänzen des Wassers, das warme Licht der Sonne, das satte Grün am Ufer, das gelegentliche Schnauben eines Nilpferdes, die schnellen Bewegungen der Krokodile, die ins Wasser huschen und das Schauspiel der Vögel, lassen uns alle innehalten und die pure Schönheit der Natur genießen. Am Bootssteg angekommen, begeben wir uns auf die Wanderung den Berg hinauf, um uns dem Wasserfall zu nähern und ihn von oben zu betrachten. Die Aussicht ist atemberaubend.

 

Unser Fahrer Alex wartet schon am Parkplatz auf uns und wir stellen uns auf eine ähnlich lange Rückfahrt nach Kampala ein wie auf der Hinfahrt. Glücklicherweise trifft dies nicht zu; wir lassen zügig die wunderschöne Natur des Murchison Falls Nationalparks hinter uns und erreichen Stück für Stück Kampala. Ich frage Alex, inwieweit er davon ausgeht, dass der Nationalpark so erhalten bleibt, worauf hin er auf die bald beginnenden Ölbohrungen in dem Gebiet am Albertsee und die rasant steigende Bevölkerungszahl Ugandas verweist. Das Durchschnittsalter von Ugandas Bevölkerung liegt übrigens bei 15 Jahren. 

 

Fortsetzungen : 

Teil 1 - Anreise

Teil 3 - Arbeiten im Slum

Teil 4 - im Somero Center

Teil 5 - unterwegs in Kampala