Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 7

© Ninos de Guatemala
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Schule der Zukunft, z.B. im Jahr 2030: Wie könnte sie aussehen? Erstaunlich kreative Ideen, aber auch ganz praktische haben wir von unseren StipendiatInnen und Partnerschulen erhalten. 


Hier ist Wunschtraum Nr. 7:


"In meiner idealen Welt hätten alle Schüler Geld für einen Schulbus, denn wir müssen jeden Tag sehr weit laufen",

schreiben Brenda und Suma, zwei Schülerinnen unserer Partnerschule Nuestro Futuro in Guatemala (Mittelamerika).


Brenda präszisiert ihren Weg auf "15 blocks", das sind ca. 3 km. Ein langer Weg für eine Grundschülerin. Brenda und Suma gehen in die 6. Klasse. Auf dem Land, dort wo überwiegend Mayastämmige Einwohner zu Hause sind,

© Ninos de Guatemala
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ist der Weg zum Teil noch länger und kann bis zu 2 Stunden betragen, für Lehrer ebenso wie für Kinder. In anderen Ländern sieht es ähnlich aus.

Kein Wunder also, dass in vielen Entwicklungsländern Eltern ihre Kinder erst später, wenn überhaupt, einschulen. 

 

Oder würden Sie Ihren ABC-Schützling 2 Stunden zu Fuß durch den Wald laufen lassen?

 

In Bénin (Westafrika) und Uganda (Ostafrika) sind Fahrräder beliebte Transportmittel, auch für Schüler, sofern sie schon Fahrradfahren können. Doch nicht selten müssen sich Geschwister und Freunde ein Fahrrad teilen. Ausreichende Beleuchtung ist Mangelware, am Fahrrad genauso wie Straßenbeleuchtung. Und das macht sich besonders nach Schulschluss bemerkbar, denn um 18 Uhr wird es stockdunkel, Schulende ist gegen 17 Uhr.

Das führt zu häufigen Unfällen von Schulkindern. In Kampala, Hauptstadt von Uganda, sind ca. 0,5 % aller Schulkinder von Verkehrsunfällen betroffen.