Wissen Sie, wie sich Schüler ihre Schule der Zukunft wünschen? - Wunschtraum Nr. 2

© Brühl Stiftung
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Weiter geht's mit unserer Fantasiereise in eine Welt der Schulzukunft. Wie könnte die ideale Schule z.B. im Jahr 2030 aussehen? In unseren Partnerländern, aber auch darüber hinaus in allen Ländern weltweit.

 

Wunschtraum Nr. 2 erreicht uns aus Uganda (Ostafrika).

 

Namakula*, Stipendiatin beim Somero e.V., schreibt: 

 

"Zu einer guten Lernumgebung gehört für mich, dass Schüler nicht hungrig durch den Schulalltag gehen müssen, weil sie sich kein Mittagessen oder Snack zwischendurch leisten können. Jeder Schüler sollte ein Recht auf Essen in der Schule haben, denn hungrig kann man schlecht lernen."

 

Ein Test: 

  1. Versuchen Sie einmal, ohne Frühstück zur Arbeit zu gehen und den Tag ohne Essen durchzuhalten.
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         2. Versuchen Sie, an diesem Tag nicht nur Ihre Routinearbeit

             zu verrichten, sondern Neues zu lernen und zu behalten.

 

             Wie geht es Ihnen am Abend?

 

          3. Und nun stellen Sie sich vor, dieser Zustand wäre ein  

              Dauerzustand. 

              Was denken Sie? Wie leistungsfähig wären Sie?

 

In öffentlichen Schulen in vielen Entwicklungsländern gibt es keine Schulspeisung. Die in Armut lebenden Eltern sind nicht selten froh, wenn sie ihrer Familie wenigstens eine Mahlzeit pro Tag bereiten können. Wieviel Nahrungsmittel kann man sich bei einem Einkommen von rd. 1,25 € pro Tag (Kaufkraftparität) leisten?

 

Nach wie vor ist der Besuch von Sekundarschulen in Uganda nicht kostenfrei. Die Stipendiatinnen vom Somero e.V. haben Glück und gehen in "Boarding Schools". Auch hier sind Schulgebühren zu zahlen. Doch gibt es in diesen Schulen zum einen ausreichende Mahlzeiten, damit die jungen Menschen auch wirklich etwas leisten und lernen können, um eine Chance auf eine berufliche Zukunft zu haben. Zum anderen ist gesichert, dass die Lehrer erscheinen und niveauvollen Unterricht leisten.  Zwei gute Gründe, um den Schulbesuch zu unterstützen, auch wenn er etwas kostet, wie wir finden.

 

Übrigens: In der Schweiz kenne ich eine Grundschule, in der täglich frische Gemüse- und Obstkisten für alle Schüler kostenlos zur Verfügung stehen. Eine Idee für alle Schulen weltweit?

 

(* Name geändert)