Wissen Sie, welcher Anteil des Teepreises ins Erzeugerland fließt?

© Teekampagne
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Ein Großteil des Verarbeitungsprozesses von Teeblättern zu trinkbarem Schwarzen oder Grünen Tee findet in den Erzeugerländern statt:

 

Pflücken, Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen, Sortieren, evtl. Aromatisieren.

 

Dann wird verschifft oder per Flugzeug nach Deutschland transportiert. In unserem Land finden Qualitätskontrollen, eventuell Mischungen (sogenannte "Blends"), Verpackung in handelsübliche Größen statt sowie der Verkauf.


Vom Endverbraucherpreis verbleiben 75 - 90 % bei uns in Deutschland; auch z.T. bei Tee mit Fair Trade Siegel. Anders ausgedrückt:

 

Nur 10-25 % des Preises, den wir für unseren Assam, Darjeeling, Grünen oder Jasmin Tee im Laden zahlen, gehen nach Indien, Sri Lanka, Kenia, China oder andere Erzeugerländer.

 

Ausnahmen bilden u.a.

  • die GEPA: bei ihr fließen bis zu ca. 38 % ins Erzeugerland und
  • die Teekampagne mit ca. 55 % 

 

Vergleicht man die Preiszusammensetzung von Tee mit der von Kaffee, fällt auf, dass der Anteil für den Einzelhandel in Deutschland

  • bei Kaffee zwischen 15,13 % (Bsp. GEPA) und 23,7 % (bei herkömmlichem Kaffee) liegt,
  • bei Tee hingegen bei ca. 31 % (Bsp. GEPA) und darüber.

 

Übrigens: Die weltweite Produktion von Darjeeling-Tee liegt bei geschätzten 10.000 Tonnen pro Jahr; als "Darjeeling" verkauft werden aber jahrlich ca. 40.000 Tonnen...

 

(Quellen:

www.teekampagne.de

www.gepa.de

www.fairtrade.de

s.auch: www.gepa-wug.de/wug/download/Musterkalkulation%20Jasmin%20Tee,%202013.pdf

zu Kaffee s. auch unseren Blogbeitrag hier)

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