Wissen Sie, dass es ein neues Ministerium gegen Armut in Guatemala gibt?

Quelle: Apei
Quelle: Apei

Anfang diesen Jahres wurde in Guatemala ein neues Ministerium eingerichtet: Das Ministerio de Desarrollo Social (Ministerium für soziale Entwicklung) hat im April 2012 seine Arbeit aufgenommen. Geleitet wird es von Ministerin Luz Lainfiesta. Hauptaufgabe des Ministeriums ist es, die enorm hohe Armut zu reduzieren. In Guatemala lebt über die Hälfte der Einwohner in Armut, d.h. sie leben von umgerechnet 829 US$ pro Jahr bzw. 2,30 US$ pro Tag.


Das Ministerium begann seine Arbeit mit der Einführung eines Sozialprogramms „Mi bono seguro“ (Mein sicherer Gutschein). Über 750.000 Mütter erhalten für ihre Familien eine monatliche Zahlung in Höhe von 300 Quetzales (ca. 28 US$). Diese regelmäßige Sozialleistung soll sicherstellen, dass die Mütter ihre Kinder zur Schule und zu ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen schicken. Die monatliche Zahlung erfolgt auf ein Bankkonto.


Wenn man bedenkt, dass über 7 Mio Guatemalteken in Armut leben, so ist das Programm ein Tropfen auf dem heißen Stein. Strukturelle Änderungen werden hiermit nicht bewirkt. Da die Zahlungen an ein Bankkonto geknüpft sind, werden Familien in ländlichen Gebieten hauptsächlich ihre Finanztransaktionen mobil über ein Handy abwickeln müssen. Denn Bankfilialen fehlen.


Übrigens: Die monatliche Sozialleistung in Höhe von umgerechnet 28 US$ gilt pro Familie, unabhängig von der Anzahl der Familienmitglieder; das sind weniger als 1 US$ pro Tag.

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